Vegane Ernährung für WT & YOGA

 

WT und Yoga enden nicht vor den Türen des Trainingsraums. Beides ist auch Philosophie eines guten Lebens. Und das dauert 24 Stunden, jeden Tag.

Die folgende kurze Einführung in das Thema Ernährung hat sich aus mehreren Gesprächen mit meinen Schülern ergeben. Fragen die gestellt wurden waren beispielsweise:

  • Was isst man am besten vor dem Yoga oder Wing Tsun Training?
  • Welche Getränke sind zu empfehlen?
  • Denaturiert das Obst im Smoothie-Mixer?
  • Ist gereinigtes Wasser totes Wasser?

Grundsätzlich ist die Ernährung mindestens so wichtig für Gesundheit wie der Sport oder die Bewegungskunst selbst.

Lassen wir einmal alle genetischen Dispositionen ausser acht, den psychischen Stress, den wir nicht vermeiden können und die Umweltgifte die ein Leben in der Stadt mit sich bringen, dann bleibt immer noch ca. 70% an Freiheit die man durch sein eigenes Verhalten beeinflussen kann.
Ethische Aspekte einer veganen und fleischfreien Ernährung möchte ich in diesem Zusammenhang nicht besprechen – obwohl dieser Aspekt gerade aus der Yoga Perspektive sicherlich eine große Bedeutung hat, buddhistische Mönche ernähren sich ebenfalls großteils vegan.

Unsere Nahrungsempfehlung basiert auf folgenden Grundannahmen:

1. Wir ernähren uns weitgehend vegan oder tierproduktfrei
2. Wir ernähren uns naturnah
3. Wir bevorzugen frische und qualitativ hochwertige Produkte
4. Bei Schwäche und leichten Verdauungsproblemen können ayurvedische Rezepte helfen
5. Wir essen nicht zu viel

Vor dem Sport sollte der Magen grundsätzlich nicht zu voll sein.

Ein grüner Smoothie, mit gutem Abstand vor dem Sport, kann wunderbar sein. Da ein Smoothie zwar leicht verfügbare Nährstoffe bietet aber trotzdem massive Nahrung ist, sollten 500 ml ausreichen, sonst kommt der Magen beim Sport zum grummeln.

Hier ein einfaches Grundrezept für einen grünen Smoothie:
2 handvoll Spinat
ca. 1/3 Salatgurke
1 Banane
1 Birne
1 Orange
(optional: 30 g Leinsamen)
Etwas Ingwer
Wasser / Eiswürfel.

Anmerkung zum Thema Smoothie-Maschinen: Die Smoothie-Maschine denaturiert das Obst nicht, die guten Bestandteile der Pflanze sind nach dem Mixen optimal verfügbar. Zellwände, Schalen etc. werden mechanisch durchbrochen. Da die Klingen sehr schnell unterwegs sind kann es lokal zu höheren Temperaturen kommen – daher meine Empfehlung etwas Eis zu verwenden.
Insgesamt darf man nicht vergessen, dass die Nahrung bevor sie die Darmwände überbrückt in gewissem Sinne immer denaturiert und in ihre Bestandteile zerlegt wird – Lauge und Kauen im Mund, Magensäure, Enzyme etc. Link zu meinem Smoothie Favoriten

Vermeiden sollte man natürlich starkes und langes erhitzen (es sei denn man ist in einem Land wo die Hygiene nicht in Ordnung ist, dann lieber Ab- bzw. durchkochen). Altes und industriell raffiniertes essen ist ebenso zu vermeiden. In den zuletzt genannten Fällen spreche ich von denaturierter Nahrung.

Gereinigtes Wasser (durch Umkehrosmose) ist optimal für die Ernährung geeignet. Das Wasser wird durch die Umkehrosmose nicht entenergetisiert. Wasser ist es „gewohnt“ sich immer wieder selbst zu reinigen, in der Natur insbesondere durch den Prozess der Verdunstung. Physikalisch gewinnt das Wasser an Energie durch die Reinigung da das saubere Wasser mehr Bindungen eingehen kann und optimal als Transporteur für die Nährstoffe aus der Nahrung dient. Daneben ist es schneller im Körper verfügbar. Salze und Mineralien werden mehr als ausreichend mit der nahrung aufgenommen!

Eine Ausnahme bildet starkes Ausdauertraining. Hier kann es sinnvoll werden eine sog. isotonische Lösung zu sich zu nehmen um ein Mangel z.B. an Magnesium und Kalium zu vermeiden.

Vor dem Yoga empfehle ich traditionsgemäß (neben dem Smoothie) Ingwer-Wasser oder Ingwer-Tee. Wer abnehmen will sollte Zucker und Honig vermeiden.

Da Stress, schlechte Ernährung und auch Sport zu einer Übersäuerung des Körpers führt ist es sinnvoll vieles zu essen, dass eher basisch verstoffwechselt wird. Nicht alles was „sauer“ schmeckt führt zur Erhöhung des Säurespiegels im Blut. So ist es sinnvoll vor dem Sport ein großes Glass Wasser mit einer ausgepressten Zitrone zu trinken. Ein Notpuffer für Säuren kann auch Bullrichs Vitale sein oder etwas besser „Wurzelkraft“ (nicht vegan). Auf lange Sicht hilft die Vermeidung von Fleisch, Fisch und Milchprodukten – nicht umsonst können ältere Menschen mit rheumatischen Erkrankungen oder Gicht sich kaum rühren wenn sie sich ausnahmsweise eine Haxe gegönnt haben. Es gibt keinen Menschen der auf Fleisch in seiner Ernährung angewiesen ist. In einer voll veganen Ernährung sollte der Eisenspiegel im Auge behalten werden sowie Vitamin B12 ergänzt werden.
Ansonsten haben Veganer und Vegetarier die sich abwechslungsreich von frischen Produkten, Obst und Gemüse ernähren meist grandiose Blutwerte!

Eine weitere eher geistig/philosophische Idee kommt von Rudolf Steiner dem Begründer der Anthroposophie. Nach Steiner beleben und verarbeiten die Pflanze die unbelebte Natur (mit Hilfe des Sonnenlichts) genau bis zu dem Punkt, an dem der menschliche Organismus optimal anschließen kann. Tiere dagegen sind dem Menschen zu ähnlich und daher aus dieser Perspektive nicht als Nahrung geeignet / Philosophisch = Kanibalismus (weil das Tier fast ein Mensch ist). Rein ernährungsphysiologisch ist Fleisch selbstverständlich als Nahrung geeignet. Gesundheitliche- und ethische Gründe sprechen jedoch dagegen.

Meine Empfehlung: eine vegetarische oder vegane Ernährung mit gut ausgewählten (Bio-) Lebensmitteln. Bio sowie Produkte aus der Region sind zwar etwas teurer, der Verzicht auf Fleisch spart jedoch viel Geld. Gelenkprobleme (z.B. in den Handgelenken) im Yoga stellen sich meist schon nach einigen Wochen fleischfreier Kost komplett ein. Eine vernünftige vegane/ vegetarische Ernährung kostet übrigens nur 8€ mehr als eine 08/15 Ernährung – am Geld kann es also auch nicht scheitern.

Eine weitere Empfehlung ist das Heilfasten. Die Gründe für das Heilfasten sind vielzählig – Abnehmen sollte jedoch explizit nicht der Hauptgrund sein!

Ein starkes Buch zum Thema einer veganen Ernährung für Sportler: Vegan in Topform von Brendan Brazier.

Hintergrundinformationen zur Fragestellung: „Können alle Menschen auf der Erde mit Bio-Nahrung versorgt werden“ findet ihr in folgendem Buch: „Food Crash“ von Felix zu Löwenstein

Ein Interview mit Felix zu Löwenstein findet ihr hier:
Link zum Mindful Business BLOG

Eins der schönsten veganen Kochbücher heißt: „Simple Recipes for Joy“ von Sharon Gannon

Meine liebsten Bücher – auch vom Design – schreibt und gestaltet Isa Chandra Moskowitz:
Link zu „Isa does it“

Smoothie-Rezept 1

2 handvoll Spinat
ca. 1/3 Salatgurke
1 Banane
1 Birne
1 Orange
(optional: 30 g Leinsamen)
Etwas Ingwer
Wasser / Eiswürfel

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